Alter Kraftstoff klebt die Düsen zu – und schon springt der Motor nicht mehr an. In vielen Fällen reicht eine gründliche Vergaserreinigung, ohne dass ein neues Teil gebraucht wird.
Wann die Anfrage sinnvoll ist
Wenn die Reinigung keine Verbesserung bringt, sind verschlissene Düsen oder eine defekte Membran oft die nächste Ursache. Modell und Motornummer helfen bei der gezielten Teileanfrage. Zum Shop, wenn das benötigte Teil bereits feststeht.
Warum der Vergaser zumacht
Benzin, das länger im Vergaser steht, verdunstet – was bleibt sind klebrige Harzrückstände. Die setzen sich in die Düsenbohrungen und Kanäle, die oft nur einen halben Millimeter Durchmesser haben. Ergebnis: zu wenig Kraftstoff, zu mageres Gemisch, Motor springt nicht an oder stirbt unter Last ab.

Tippt das Fehlerbild auf Vergaser (schlechter Kaltstart, Drehzahlschwankungen, Maschine stand längere Zeit), lohnt sich die Reinigung bevor neue Teile bestellt werden.
Ablauf
- Kraftstoffhahn schließen. Kraftstoff aus dem Vergaser ablassen – Ablassschraube unten am Schwimmergehäuse, oder Schlauch abziehen und in einen Behälter auffangen.
- Vergaser ausbauen: Kraftstoffschlauch abziehen, Gaszug aushängen, Befestigungsschrauben lösen. Auf den Dichtring zwischen Vergaser und Ansaugstutzen achten – nicht vergessen.
- Schwimmergehäuse-Schraube (unten) herausdrehen, Deckel abnehmen. Schwimmer und Schwimmernadel vorsichtig entnehmen.
- Hauptdüse herausschrauben. Alle Bohrungen und Kanäle mit Vergaserreiniger einsprühen und kurz einwirken lassen. Danach mit Druckluft durchblasen – von beiden Seiten. Keine Nadeln oder Drahtstücke verwenden, das weitet die Bohrungen auf.
- Schwimmer und Schwimmernadel einsetzen, Deckel mit neuer Dichtung zuschrauben. Hauptdüse reindrehen – handfest, nicht überdrehen.
- Vergaser einbauen, Dichtring sauber einlegen, Schrauben gleichmäßig anziehen. Kraftstoffschlauch drauf, Gaszug einhängen.
- Motor starten und warmfahren – Leerlauf und Vollgas kontrollieren.
Wenn die Reinigung nicht hilft
Verschlissene Düsen, eine verhärtete Schwimmernadelnadel oder eine gerissene Membran (bei Membranen-Vergasern) können nach der Reinigung noch Probleme machen. In dem Fall hilft ein Vergaser-Reparatursatz oder direkt ein Austauschvergaser – beides gibt es mit Motornummer und Modell gezielt.